Analverkehr



a) Was ist das ?

Unter Analsex versteht man alle erotischen Spiele, die den Analbereich, den Arsch, den Po oder Hintern mit einbeziehen, wie auch immer man ihn nennen will. Gerade der vulgäre Ausdruck "Arsch" kann ein sinnliches Prickeln verursachen, zumindest wenn man auf Dirty Talking steht. Statt Analsex und Analerotik kann man auch Posex sagen. Mit das bekannteste und beliebteste der Analspiele ist der Analverkehr, auch Sex von hinten, Arschfick oder Pofick oder Analpenetration genannt. Damit ist gemeint, dass der männliche Penis in den After der Partnerin oder des Partners eingeführt wird, ins "verbotene Hintertürchen". Diese Form des Analsex, die Analpenetration, nennt man auch griechischer Sex. Offensichtlich war der Analverkehr bei den alten Griechen sehr beliebt - und längst nicht mit einem solchen Tabu behaftet, wie er das bei uns ist.

b) beliebte Sexstellungen

Beim Analverkehr nimmt man sehr häufig die sogenannte Hündchenstellung ein, auf allen vieren; englisch auch "Doggy-Style" genannt. Dabei kann der Partner sehr leicht von hinten eindringen. Das ist aber bei weitem nicht die einzige Sexstellung für den Analverkehr. Dazu eignet sich eigentlich jede Sexstellung, bei der derjenige, der beim Analverkehr passiv ist, dem anderen seinen Rücken zuwendet und genügend Beinfreiheit hat, um die Schenkel weit genug auseinander nehmen zu können. Er kann auf dem Bett auf dem Bauch liegen, am besten mit einem Kissen unter dem Unterleib, damit der Po leicht erhöht ist, er kann auf seinem Partner liegen, umgekehrt auf ihm sitzen oder knien, und so weiter. Finden Sie einfach selbst heraus, welche Stellung Ihnen am besten gefällt.

c) Tipps & Tricks

- Vorspiel

Ein Problem ist, dass nicht jeder den Analbereich in Sexspiele mit einbeziehen will. Besonders Frauen sind da oft sehr zurückhaltend, regelrecht prüde. Natürlich können Sie nichts machen, wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin sich grundsätzlich gegen Analverkehr ausspricht und diesen zum Tabu erklärt. Das müssen Sie akzeptieren. In vielen Fällen, wo kein klares "Nein" kommt, können Sie aber beispielsweise durch ein ausgedehntes Vorspiel die Bereitschaft durchaus erhöhen, dass Ihr Partner / Ihre Partnerin zum Analverkehr bereit ist. Beziehen Sie beim Vorspiel, das zum Beispiel aus einer angenehmen Massage bestehen kann, ruhig den Po auch schon mit ein. Fast niemand hat etwas dagegen einzuwenden, wenn man ihm die Pobacken massiert und streichelt, und auch eine sanfte Massage der Rosette mit dem Finger oder der Zunge - dazu gibt es auch einen gesonderten Beitrag - werden fast immer als sehr angenehm empfunden. Damit ist dann der Anfang für den Analverkehr bereits geschafft.

- Hilfsmittel

Das Hilfsmittel, auf das sie beim Analverkehr auf keinen Fall verzichten dürfen, ist ein Gleitmittel, das im Anus anders als in der Vagina schließlich nicht von selbst produziert wird. Benutzen Sie immer reichlich Vaseline oder ein Gleitgel. Achten Sie dabei darauf, kein Gleitgel auf Ölbasis zu nehmen, denn diese Mittel können das Latex der Kondome angreifen und den Schutz beim Safer Sex zunichtemachen. Der auch beim Analverkehr eine Sicherheitsmaßnahme ist, auf die man nicht verzichten sollte. Zwar kann man von Analsex nicht schwanger werden - aber anstecken kann man sich auch dabei. Und Vorsicht - nicht vom After direkt zur Vagina wechseln. Denn dabei können Bakterien in die Scheide geraten und eine Entzündung verursachen. Ansonsten brauchen Sie einfach nur eine Menge Geduld, Fingerspitzengefühl und Behutsamkeit, denn mit das Wichtigste beim Analverkehr ist, dass man dabei langsam vorgeht.

- Kommunikation

Vor allem wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin mit dem Analsex noch keine Erfahrung hat, müssen Sie sehr behutsam vorgehen - und sich ständig vergewissern, wie er / sie sich dabei fühlt. Kommunikation ist dabei absolut entscheidend. Reden Sie am besten vorher schon über Analerotik. Wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin Vorbehalte und Bedenken hat - sprechen Sie darüber! Versuchen Sie, ihm / ihr die Angst zu nehmen. Auch wenn es dann so weit ist und Sie mit dem Posex beginnen, mit der Vorbereitung für den eigentlichen Analverkehr, müssen Sie es ständig im Auge behalten, wie er / sie sich fühlt. Fragen Sie notfalls nach. Wobei die Kommunikation nicht immer verbal laufen muss - zumindest wenn Sie sich gut genug kennen, können Sie auch aus der Körpersprache einiges schließen. Reagieren Sie darauf, indem Sie langsamer machen - oder aber auch schneller, wenn der Partner seine Freude am Analsex entdeckt. Und beherzigen Sie immer eines - wenn er / sie nicht mehr will und das auch klar und unzweideutig sagt, müssen Sie abbrechen!

- Empfehlungen

Der Analverkehr hat gegenüber dem "normalen" Geschlechtsverkehr einen großen Nachteil - anfangs fühlt es sich immer etwas unangenehm an und man spürt einen Druck, als ob man dringend aufs Klo müsste. Das lässt sich leider nicht vermeiden, denn der Schließmuskel, der unser After schützt, ist ein sehr starker Muskel und dafür gedacht, eben nichts von außen eindringen zu lassen. Seinen Widerstand muss man beim Analverkehr überwinden, und das kann nur langsam und behutsam geschehen. Gehen Sie nicht zu schnell und auf keinen Fall mit Gewalt vor, sonst kann es sogar zu Verletzungen kommen! Geben Sie Ihrem Partner / Ihrer Partnerin einfach die Gelegenheit, sich ganz allmählich an den unangenehmen Druck zu gewöhnen, der mit der Zeit von ganz von selbst verschwindet und durch eine sehr intensive Lust abgelöst wird. Am besten machen Sie lauter kleine Schritte. Die Rosette lecken, mit dem Finger daran herum spielen, dann mit der Spitze des kleinen Fingers eindringen - und warten. Den kleinen Finger tiefer hineinschieben - und warten. Nach einer Weile, wenn die anale Lust, die wirklich unvergleichlich ist, beginnt zu wirken, können Sie dann aktiver werden. Ficken Sie Ihren Partner / Ihre Partnerin mit dem Finger oder arbeiten Sie mit einem Dildo vor, bevor es zum eigentlichen Analfick kommt. Wenn Sie sich dann sozusagen schon "heimisch" fühlen können, massieren Sie doch einmal mit dem Finger die vordere Wand im After. Dabei sind die Lustgefühle oft besonders stark. Oder massieren Sie bei Frauen den Kitzler, während Sie sich mit dem Po beschäftigen, das macht den Analsex noch lustvoller und erhöht die Freude daran ebenso wie die Bereitschaft dazu. Und vergessen Sie das Gleitgel nicht, das beim Analsex fast immer unverzichtbar ist!